AGS-Ausbildungsbörse

Jugend

Last-Minute zum Ausbildungsplatz: Ehrenamt und Muskelschmalz

Ein Bericht von Susanne Brefort

Am 28. August war es wieder soweit: die AGSNRW organisierte mit den AGSen vor Ort eine Last-Minute-Ausbildungsplatzbörse, um möglichst noch in 2015 junge Menschen in Ausbildung zu bringen.

Zum ersten Mal fanden in diesem Jahr zeitgleich zwei Last-Minute-Ausbildungsplatzbörsen statt: von 10.00 bis 12.00 Uhr in Witten, organisiert von der AGS Ennepe-Ruhr, den Jusos EN und der AGS Bochum, und von 14.00 bis 17.00 Uhr in Bottrop, organisiert von der AGS Bottrop und der AGS Gelsenkirchen. Beide Veranstaltungen waren sehr gut besucht, allein in Bottrop haben die Organisatoren über 100 Ausbildungsplätze zusammengetrommelt, auf die sich die Jugendlichen bewerben konnten.

Die Aussteller in Bottrop kamen aus verschiedenen Bereichen: die Pflege war vertreten, Bundesbehörden wie Polizei oder Zoll, die Arbeitsagentur, aber auch Einzelunterehmen aus den Bereichen Medizintechnik und IT-Technologie.

Anders als im vergangenen Jahr waren diesmal vor allem Multiplikatoren eingeladen, sich auf der Ausbildungsplatzbörse zu präsentieren, wie IHK, Handwerkskammer oder die Arbeitsagentur und die AfB. Der gewünschte Effekt zeigte sich in der großen Anzahl an Lehrstellen, die tatsächlich noch für 2015 angeboten werden konnten. Aber auch Einzelunternehmen konnten sich präsentieren, mit einem Stand vor Ort oder auch mit einer Lehrstellenbeschreibung an die Organisatoren, die dann persönlich mit Interessenten gesprochen und sie an die Betriebe weiterempfohlen haben.

Ihre natürliche Grenze hat die Ausbildungsplatzbörse im Moment durch die Kapazität der verfügbaren Zelte erreicht, so Susanne Brefort, Vorsitzende der AGS Bottrop: "Wir mussten interessierten Unternehmen absagen, weil wir komplett ausgebucht waren." Die Kosten für die Zelte trug übrigens die AGS Bottrop, die dafür ihr Jahresbudget für Bildungsarbeit investierte - denn wo, so die Bottroper Vorsitzende, sei Geld besser angelegt, als in Ausbildung?

Neu war in diesem Jahr auch die Kooperation mit der AGS Gelsenkirchen. Auch dies, so die Bottroper Vorsitzende, habe nur Vorteile: mehr Leute zum Zeltaufbau, größerer Einzugsbereich für Unternehmen wie auch für Absolventen, und, auch das soll nicht verschwiegen werden, eine ausgezeichnete Gelegenheit, nachbarschaftlich zusammenzuarbeiten.

Und schließlich, die AGSNRW konnte NRW-Wirtschaftsminister als Schirmherrn für die Veranstaltung gewinnen. Das war, so Brefort, auch nicht weiter schwierig: "Garrelt hat sehr erfreut auf meine Anfrage reagiert und sofort spontan zugesagt."

Was soll sich im nächsten Jahr ändern? Eventuell, so deuten die Organisatoren an, werden die Öffnungszeiten nach vorne gezogen, da viele Jugendliche schon erheblich früher da waren. Und vielleicht kann man ja noch die eine oder andere AGS in Nordrhein-Westfalen für eine solche Veranstaltung begeistern. "Vor allem im Westen, im Raum Köln/Aachen, da wünsche ich mir noch so eine Veranstaltung", so Susanne Brefort. Sie macht aber auch deutlich: "Zum Nulltarif ist eine solche Veranstaltung nicht zu haben, das braucht Ehrenamt und Muskelschmalz. Aber es lohnt sich!"

Auch AGSNRW- Landesvorsitzender André Brümmer zeigte sich mit der Veranstaltung hoch zufrieden.