Aufwertung Beruflicher Bildung gefordert!

Schule und Bildung

Milliarden fürs Handwerk?
Präsident fordert Kraftakt bei beruflicher Bildung

Berlin. Den jährlich knapp 20 000 unbesetzten Ausbildungsplätzen im Handwerk will Handwerkspräsident Peter Wollseifer mit einer Ausbildungsoffensive begegnen. Dafür fordert er von der Bundesregierung eine finanzielle Unterstützung vergleichbar dem 22 Milliarden Euro schweren Hochschulpakt. 

 „Nur mit einem gleichwertigen Programm für die berufliche Bildung können wir auch eine gleichwertige Attraktivität der Bildungsgänge erreichen“, sagte Wollseifer unserer Berliner Redaktion. Der Handwerkspräsident plant auch eine Werbekampagne. „An Gymnasien darf nicht nur für die akademische Laufbahn geworben werden.“ Die Karrierechancen in der beruflichen Bildung müssten Lehrern, Eltern und Schülern deutlicher gemacht werden. „Dieser Teil des Bildungspaktes kostet kein Geld – ist aber entscheidend, da zuletzt 58 Prozent eines Jahrgangs an die Uni strebten.“ Das Handwerk klagt seit Jahren über einen Mangel an ausbildungsfähigen Jugendlichen. (Quelle: Aachener Zeitung 7.1.2017)