Arbeitsgemeinschaft Selbständige in der SPD, AGS:

Für eine soziale, nachhaltige und ökologische Wirtschaft

Neue gesellschaftliche Akzeptanz von Unternehmensgründern

Veröffentlicht am 19.05.2014 in Arbeit und Wirtschaft

"Mehr Förderung! Scheitern kein Untergang!"

Kanzlerin Merkel "entdeckt" die Start-Up´s

Es ist wie gewohnt: Wenn kein Widerspruch zu erwarten ist, „wagt“ sich die Kanzlerin aus ihrer Deckung und bezieht Stellung. Diesmal ist nicht das Internet "Neuland" für sie, sondern sie entdeckt die Notwendigkeit, Start-Ups zu fördern. Wie das geschehen soll, dazu nennt sie sogar Beispiele:

Mehr gesellschaftliche Akzeptanz von Neugründungen, Schutz vor feindlicher Übernahme (Forderung kommt immer gut an, erinnert aber an CSU-Stammtisch-Niveu, weil: kaum zu verwirklichen!), mehr Förderung durch verbesserte steuerliche Rahmenbedingungen (ob das Scheuble gefällt?) und schließlich sollen wir lt. Merkel auch ein „Scheitern  (von Start-Ups) nicht als Untergang betrachten“.

Dem kann man nur Beifall zollen. All das sind  Forderungen, die von der AGS schon lange vertreten werden! Nun kann man gespannt sein, wie und ob die Umsetzung dieser Forderungen im Hause Scheuble und Gabriel vonstatten geht. Das steht nämlich so nicht im Koalitionsvertrag. Aber evtl macht die Kanzlerin ja erstmals von ihrer Richtlinienkompetenz Gebrauch.

Dazu der Inhalt der DPA-Meldung vom 17.05.2014:

BERLIN (dpa-AFX) - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will Start-Ups besser fördern und dafür die steuerlichen Rahmenbedingungen bei der Anfangsfinanzierung junger und innovativer Unternehmen verbessern. Das betonte sie am Samstag in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Sie plädierte auch für eine neue gesellschaftliche Akzeptanz von Unternehmensgründern. "Das ist ganz, ganz wichtig, (...) dass wir auch das Scheitern nicht als Untergang betrachten", sagte die CDU-Politikerin. Ähnlich wie in den USA müsse eine zweite oder dritte Chance für Gründer hierzulande "etwas ganz Selbstverständliches" sein.

Deutschland und auch die EU müssten verhindern, dass erfolgreiche, schnell wachsende Start-Ups sehr bald von großen Technologiekonzernen - die häufig in den USA oder Asien beheimatet sind - aufgekauft werden, sagte Merkel. Stattdessen solle überlegt werden, wie sie besser aus eigener Kraft im Wettbewerb bestehen können