Erkenntnis: Selbständige sozial nicht abgesichert!

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Die SPD verbindet noch zu oft Selbstständige mit dem Bild vom Managern,  nicht aber mit  Betreibern einer Pommesbude!

Das kleine Selbständige durch den Rost fallen,das ist Kevin Kühnert lt. einem Artikel in der TAZ vom 6.9.2020 aufgefallen. Bemerkens- und begrüßenswert! Kevin ist auf einem guten Weg! Das sollte Schule machen. 

Unser heutiger Sozialstaat ist auf ihre Bedürfnisse (Von Selbständigen, die Red.) noch nicht genug vorbereitet. Es ist gut, dass Soloselbstständige jetzt einfacher und ohne Vermögensprüfung Grundsicherung beziehen können. Aber gerade bei Soloselbständigen zeigt sich in dieser Krise, dass die Schutzmaßnahmen des Sozialstaates noch überwiegend auf eine Arbeitsgesellschaft ausgerichtet sind, die sich längst weiterentwickelt hat. Die Trennung zwischen Selbstständigen und abhängig Beschäftigten ist längst verwischt.

In Großbritannien funktioniert Hilfe für kleine Selbstständige besser. Warum ist das hier so schwierig?

Vielleicht weil wir mit Selbstständigen das Bild vom Manager verbinden, aber nicht den Betreiber einer Pommesbude, bei dem das Einkommen des Firmeninhabers auch das Einkommen des einzigen Beschäftigten ist. Der und die frei arbeitende Grafikdesignerin brauchen eine Absicherung für solche Krisen. Der Sozialstaat muss auf der Höhe der Zeit sein. Erste Selbständige holen wir jetzt in die gesetzliche Rente. Wir brauchen vermutlich auch eine Art Kurzarbeitergeld für Selbstständige – über die kleine Gruppe der Selbstständigen, die in Heimarbeit nur für eine Firma arbeiten, hinaus.