Aus den Ländern: Waldsterben, auch ein Thema für die AGS

Veranstaltungen

Infos aus erster Hand im Forst! (Foto: C. Bielefeld)

Der AGSNRW- Landesvorstand traf sich am 8. und 9. August 2020 in Brilon (Sauerland) zu einer Klausurtagung. Die Selbständigen in der SPD setzen sich nicht nur für "Ihre" Belange ein, wie z.B. die (wirtschaftlichen) Auswirkungen des Waldsterbens. Sie haben auch Themen wie: „Wirtschaftsbeziehungen Europa- Asien“ und  „Sozialstaatskonzept“ auf ihrer Agenda.

Der (Fichten-) Wald stirbt! Nicht nur in NRW!

Wer an Kleinunternehmer*innen denkt, verbindet das nicht unbedingt mit Waldbäuer*innen. 

Und wer an Waldbesitz denkt, verbindet mit dem Begriff „Waldbesitz“  eher Adelsfamilien.

Anders (nicht nur) in Brilon, einer Kleinstadt im Sauerland.

Der AGSNRW- Landesvorstand traf sich am 8. und 9. August 2020 in Brilon   zu einer Klausurtagung. Die Moderation übernahm der Landesvorsitzende Carsten Bielfeld. Neben der Vorbereitung der AGS- Bundeskonferenz und der damit verbundenen Beratung über zahlreiche Anträge standen Vorträge von AGSNRW- Vorstandsmitgliedern  zu Themen wie: „Wirtschaftsbeziehungen Europa- Asien“ (Sven Claßen)  und „Sozialstaatskonzept“ (Sven Matterne) auf dem Programm. Gäste waren Lokalpolitiker aus Brilon (SPD- Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender)  und die Bundestags- abgeordneten Michael Thews (Vortrag zum Umweltthema: Verpackungen) und Dirk Wiese ( Zu: Deutsch- Russische Beziehungen).

Eine Exkursion in den (städtischen) Forst gab den Vorstandsmitgliedern Gelegenheit, sich über den Zustand des Waldes von Experten informieren zu lassen.

Gewonnene  Erkenntnisse:

  • Das aktuelle Waldsterben ist nicht nur ein von der Presse aufgebauschtes Thema, sondern ist wirklich dramatisch und hat auch erhebliche wirtschaftliche Folgen.
  • Ein Großteil der Fichtenbestände ist nicht mehr zu retten. Ursache dafür sind: Borkenkäfer- Befall und Klimawandel- bedingte Sturmschäden und Trockenheit. Insbesondere ältere Baumbestände, die zur „Ernte“ anstehen, sind oft nur noch für minderwertige Verwertung (Spanplatten) geeignet
  • Existenzvernichtend ist das für die vielen kleinen Waldbauern. Denen gehört im Sauerland ein erheblicher Anteil der Waldfläche. Aber auch Kommunen, Bund und Länder verlieren nicht nur eine gute Einnahmequellen, sondern werden durch die Kosten der Räumung und  Wiederaufforstung vor große Aufgaben gestellt.
  • Die Klein- und Mittelständische Holzverarbeitende Industrie wird davon ebenfalls stark betroffen.
  • Für die Tourismus- Industrie sind große, abgestorbene und damit unansehnliche Waldflächen kein Hilfe bei der Vermarktung einer Region.